Suchttest – Überprüfen Sie Ihren Substanzgebrauch und süchtiges Verhalten
Dies ist ein umfassendes Screening für Alkohol-, Drogen- und Verhaltenssucht. Es richtet sich an alle, die sich Sorgen über ihren Substanzgebrauch oder zwanghaftes Verhalten machen. Das Ausfüllen dauert 10-15 Minuten und basiert auf validierten Screening-Tools, die mit den DSM-5-Kriterien für Substanzgebrauchsstörungen übereinstimmen. Die Teilnahme ist vollständig anonym und vertraulich.
Was ist Sucht? Sucht (Substanzgebrauchsstörung) ist eine chronische Erkrankung, bei der jemand trotz schädlicher Konsequenzen weiterhin Substanzen konsumiert oder sich auf Verhaltensweisen einlässt. Sie beeinflusst die Belohnungs-, Motivations- und Gedächtnissysteme des Gehirns.
⚠️ Wichtiger Hinweis
Dies ist keine Diagnose, sondern nur ein Screening-Tool. Sucht ist behandelbar – Genesung ist möglich. Besprechen Sie Ihre Ergebnisse mit Ihrem Hausarzt, einem Suchtspezialisten oder einem Unterstützungsdienst. Vertraulich und nicht wertend. Anonym.
Sucht verstehen
Abgedeckte Suchtarten
Alkoholgebrauchsstörung:
Mehr oder länger trinken als beabsichtigt
Unfähig zu reduzieren, obwohl man es möchte
Erhebliche Zeit mit Trinken oder Erholen verbracht
Beeinträchtigung von Arbeit, Familie oder Verantwortlichkeiten
Substanzgebrauchsstörung:
Cannabis, Kokain, Stimulanzien, Opioide usw.
Konsum trotz des Wissens, dass es Probleme verursacht
Toleranz (mehr benötigt für gleiche Wirkung)
Entzugssymptome beim Stoppen
Verhaltenssucht:
Glücksspiel
Gaming
Internetnutzung
Shopping
Andere zwanghafte Verhaltensweisen
Anzeichen von Sucht
Kontrollverlust über den Konsum
Fortsetzung trotz negativer Konsequenzen
Verlangen oder starke Impulse
Toleranz und Entzug
Vernachlässigung von Verantwortlichkeiten oder Beziehungen
Aufgabe von Aktivitäten, die früher Freude bereiteten
Konsum in gefährlichen Situationen
Schweregradsstufen
Substanzgebrauchsstörungen reichen von leicht bis schwer basierend auf der Anzahl der Symptome:
Leicht: 2-3 Symptome
Mäßig: 4-5 Symptome
Schwer: 6+ Symptome
Der Screening-Test
Anleitung
So füllen Sie den Test aus:
Beantworten Sie ehrlich Fragen über die letzten 12 Monate. Denken Sie an Ihre typischen Muster, nicht nur an gelegentlichen Gebrauch. Füllen Sie alle drei Abschnitte aus, die auf Sie zutreffen. Sie können Bedenken in einem oder mehreren Bereichen haben. Es gibt keine Verurteilung – dies soll Ihnen helfen, Ihre Beziehung zu Substanzen/Verhaltensweisen zu verstehen.
Vertraulichkeit: Ihre Antworten sind anonym. Dieses Tool hilft Ihnen einzuschätzen, ob Sie davon profitieren könnten, mit einem Fachmann über Suchtbedenken zu sprechen.
Hinweis: Wenn Sie bestimmte Substanzen nicht konsumieren, können Sie diese Abschnitte überspringen.
Teil 1: Alkohol-Symptom-Checkliste
In den letzten 12 Monaten:
Beantworten Sie jede Frage mit „Ja” oder „Nein”:
1. Gab es Zeiten, in denen Sie mehr oder länger tranken, als Sie beabsichtigt hatten?
2. Wollten Sie mehr als einmal Ihren Alkoholkonsum reduzieren oder stoppen oder haben es versucht, konnten es aber nicht?
3. Haben Sie viel Zeit damit verbracht zu trinken oder krank zu sein oder sich von den Nachwirkungen des Trinkens zu erholen?
4. Hatten Sie Verlangen – ein starkes Bedürfnis oder den Drang zu trinken?
5. Stellten Sie fest, dass Trinken – oder krank sein vom Trinken – oft damit interferierte, sich um Ihr Zuhause oder Ihre Familie zu kümmern, oder Arbeitsprobleme oder Schulprobleme verursachte?
6. Haben Sie weiterhin getrunken, obwohl es Probleme mit Ihrer Familie oder Freunden verursachte?
7. Haben Sie Aktivitäten aufgegeben oder reduziert, die Ihnen wichtig oder interessant waren oder die Ihnen Freude bereiteten, um zu trinken?
8. Sind Sie mehr als einmal in Situationen geraten, während oder nach dem Trinken, die Ihre Chancen erhöhten, verletzt zu werden (wie Autofahren, Schwimmen, Maschinen bedienen, in einer gefährlichen Gegend gehen oder unsicheren Sex haben)?
9. Haben Sie weiterhin getrunken, obwohl es Sie deprimiert oder ängstlich machte oder zu einem anderen Gesundheitsproblem beitrug oder nachdem Sie einen Filmriss hatten?
10. Mussten Sie viel mehr trinken als früher, um die gewünschte Wirkung zu erzielen, oder stellten Sie fest, dass Ihre übliche Anzahl von Getränken viel weniger Wirkung hatte als zuvor?
11. Stellten Sie fest, dass Sie, als die Wirkung des Alkohols nachließ, Entzugssymptome hatten (wie Schlafprobleme, Zittern, Reizbarkeit, Angst, Depression, Unruhe, Übelkeit oder Schwitzen)?
Teil 2: Substanzgebrauch-Symptom-Checkliste
Denken Sie an Drogenkonsum (Cannabis, Kokain, verschreibungspflichtige Medikamente nicht wie verschrieben, Opioide, Stimulanzien usw.):
In den letzten 12 Monaten:
Beantworten Sie jede Frage mit „Ja” oder „Nein”:
1. Haben Sie Drogen öfter oder in größeren Mengen konsumiert, als Sie beabsichtigt hatten?
2. Haben Sie versucht, den Drogenkonsum zu reduzieren oder zu stoppen, konnten es aber nicht?
3. Haben Sie viel Zeit damit verbracht, Drogen zu bekommen, Drogen zu konsumieren oder sich vom Drogenkonsum zu erholen?
4. Hatten Sie starkes Verlangen oder Drang, Drogen zu konsumieren?
5. Stellten Sie fest, dass Drogenkonsum Ihre Verantwortlichkeiten bei der Arbeit, in der Schule oder zu Hause beeinträchtigte?
6. Haben Sie weiterhin Drogen konsumiert, obwohl es Probleme in Ihren Beziehungen verursachte?
7. Haben Sie wichtige Aktivitäten (sozial, Arbeit, Freizeit) wegen des Drogenkonsums aufgegeben?
8. Haben Sie Drogen in Situationen konsumiert, in denen es körperlich gefährlich war (wie beim Autofahren)?
9. Haben Sie weiterhin Drogen konsumiert, obwohl Sie wussten, dass es ein körperliches oder psychisches Gesundheitsproblem verursachte oder verschlimmerte?
10. Mussten Sie mehr Drogen konsumieren, um die gleiche Wirkung zu erzielen (Toleranz)?
11. Hatten Sie Entzugssymptome, als Sie den Drogenkonsum gestoppt oder reduziert haben?
Teil 3: Verhaltenssucht-Symptom-Checkliste
Denken Sie an potenziell süchtig machende Verhaltensweisen (Glücksspiel, Gaming, Internetnutzung, Shopping usw.):
In den letzten 12 Monaten:
Beantworten Sie jede Frage mit „Ja” oder „Nein”:
1. Haben Sie mehr Zeit oder Geld für dieses Verhalten aufgewendet, als Sie beabsichtigt hatten?
2. Haben Sie versucht, dieses Verhalten zu reduzieren oder zu stoppen, konnten es aber nicht?
3. Nimmt dieses Verhalten viel Ihrer Zeit in Anspruch?
4. Hatten Sie starke Impulse, sich auf dieses Verhalten einzulassen?
5. Stört dieses Verhalten Ihre Arbeit, Schule oder familiären Verantwortlichkeiten?
6. Haben Sie dieses Verhalten fortgesetzt, obwohl es Beziehungsprobleme verursachte?
7. Haben Sie andere Aktivitäten aufgegeben, um sich auf dieses Verhalten einzulassen?
8. Haben Sie sich in unangemessenen Situationen auf dieses Verhalten eingelassen?
9. Haben Sie dieses Verhalten fortgesetzt, obwohl Sie wussten, dass es Probleme verursacht?
10. Stellten Sie fest, dass Sie sich mehr auf dieses Verhalten einlassen müssen, um sich zufrieden zu fühlen?
11. Fühlen Sie sich gereizt, ängstlich oder unruhig, wenn Sie sich nicht auf dieses Verhalten einlassen können?
Wenn Sie 6+ in einem Abschnitt erreicht haben (Schwer)
Was dies bedeutet: Ihre Antworten deuten auf eine schwere Substanzgebrauchsstörung oder Sucht hin. Dies ist eine ernste medizinische Erkrankung, die professionelle Behandlung erfordert.
Nächste Schritte – Handeln Sie jetzt:
Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt für eine Überweisung zu Suchtdiensten
Selbstüberweisung zu lokalen Suchtberatungsstellen
Kontaktieren Sie nationale Hotlines für sofortige Unterstützung
Erwägen Sie stationären Entzug, wenn Sie täglich stark trinken/konsumieren
Sucht ist eine medizinische Erkrankung, kein moralisches Versagen
Behandlung funktioniert – Genesung ist möglich
Versuchen Sie nicht, allein von Alkohol oder Benzodiazepinen zu entgiften (gefährlich)
Viele Menschen erholen sich und führen erfüllte Leben
Wenn Sie 4-5 erreicht haben (Mäßig)
Was dies bedeutet: Sie zeigen Anzeichen eines mäßigen Substanzgebrauchsproblems oder einer Sucht. Ohne Intervention wird sich dies wahrscheinlich verschlimmern.
Nächste Schritte:
Sprechen Sie ehrlich mit Ihrem Hausarzt über Ihren Konsum
Bitten Sie um Überweisung zu Suchtberatungsstellen
Versuchen Sie, mit professioneller Unterstützung zu reduzieren
Treten Sie einer Selbsthilfegruppe bei
Behandeln Sie psychische Gesundheitsprobleme (treten oft gemeinsam auf)
Frühe Intervention verhindert Eskalation: Jetzt Hilfe zu bekommen ist einfacher, als zu warten, bis Probleme schwerwiegend werden.
Wenn Sie 2-3 erreicht haben (Leicht)
Was dies bedeutet: Sie erleben einige Anzeichen von problematischem Konsum. Dies ist der ideale Zeitpunkt, um Änderungen vorzunehmen, bevor es sich zu einem ernsteren Problem entwickelt.
Nächste Schritte:
Bewerten Sie Ihren Konsum ehrlich
Setzen Sie Grenzen und halten Sie sich daran
Suchen Sie Unterstützung, wenn Sie Schwierigkeiten haben zu reduzieren
Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, wenn Sie besorgt sind
Erwägen Sie Selbsthilfegruppen oder Beratung
Wenn Sie 0-1 erreicht haben (Geringes Risiko)
Was dies bedeutet: Sie zeigen derzeit keine signifikanten Anzeichen von Sucht. Wenn Sie jedoch über irgendeinen Aspekt Ihres Substanzgebrauchs oder Verhaltens besorgt sind, lohnt es sich, mit einem Fachmann zu sprechen.
Prävention:
Seien Sie sich der familiären Suchtgeschichte bewusst
Überwachen Sie Ihren Konsum ehrlich
Suchen Sie früh Hilfe, wenn sich Muster ändern
Nutzen Sie Stressmanagement-Techniken
Hilfe bekommen & Behandlung
Behandlungsdienste in Deutschland
Suchtberatungsstellen:
Kostenlose Beratung und Behandlung
Ambulante und stationäre Angebote
Keine Überweisung erforderlich (Selbstmeldung möglich)
Machen Sie sich keine Sorgen über rechtliche Konsequenzen: Medizinisches Personal priorisiert Ihre Sicherheit. Sie werden nicht verhaftet, weil Sie medizinische Hilfe für Drogenkonsum suchen.
Wissenschaftliche Quelle & Haftungsausschluss
Dieses Screening kombiniert drei validierte Tools:
Alcohol Symptom Checklist (ASC) Referenz: Hallgren et al. (2022). Journal of General Internal Medicine, 37(8), 1885-1893.
Substance Use Symptom Checklist (SUSC) Referenz: Matson et al. (2023). JAMA Network Open, 6(5).
Behavioral Addiction Symptom Checklist (BASC) Experimentelles Tool basierend auf DSM-5-Kriterien
Deutsche Anwendung: Diese Screening-Tools basieren auf international anerkannten diagnostischen Kriterien (DSM-5), die auch in Deutschland für Suchtdiagnosen verwendet werden.
Wichtiger Haftungsausschluss: Dieses Screening-Tool ist kein diagnostisches Instrument. Es kann keine professionelle Bewertung durch einen Suchtspezialisten oder Arzt ersetzen. Sucht ist eine ernste medizinische Erkrankung. Wenn Sie schwere Symptome oder gefährlichen Entzug erleben, suchen Sie sofort medizinische Hilfe. Genesung ist mit angemessener Behandlung und Unterstützung möglich. Dieses Tool dient nur zu Informationszwecken. Wir speichern keine persönlichen Gesundheitsinformationen (DSGVO-konform).